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Präventionsbericht 2017 des GKV-Spitzenverbandes

 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum bei Gesundheitsförderung und Prävention seit 16 Jahren verzeichnet. Fast 500 Mio. Euro gaben sie 2016 insgesamt für die Gesundheitsförderung in Lebenswelten, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie für individuelle Präventionskurse aus.

Erreicht wurden damit rd. 6,4 Mio. gesetzlich Versicherte. In keinem anderen Jahr zuvor gab es ein derart massives Engagement der gesetzlichen Krankenversicherung, heißt es in dem heute vom GKV-Spitzenverband und dem Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) vorgestellten Präventionsbericht. Pro Versichertem gaben die Krankenkassen 6,64 Euro aus. Sie haben damit den gesetzlich vorgesehenen Gesamtbetrag von sieben Euro pro Versichertem bereits im ersten Geltungsjahr fast erreicht. Nicht ausgegebene Gelder sollen im kommenden Jahr in Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen fließen.

Menschen in ihren Lebenswelten erreichen

Rund 116 Mio. Euro haben die Krankenkassen 2016 für den Bereich Gesundheitsförderung in Lebenswelten ausgegeben. Das ist gut dreimal so viel wie 2015. Die Krankenkassen erreichten damit rd. 3,3 Mio. Menschen, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr. „Die gesetzlichen Krankenkassen haben die hochgesteckten Ziele des Präventionsgesetzes engagiert umgesetzt. Deutlich ausgebaut wurden z. B. Projekte in sogenannten sozialen Brennpunkten. Oft sind gerade solche Projekte wegen der vielen beteiligten Partner und der zeitaufwendigen Abstimmungen wirklich herausfordernd. Doch es lohnt sich. Mit diesen Angeboten tragen die Krankenkassen dazu bei, dass Gesundheitsförderung endlich auch bei denen ankommt, für die sie besonders wichtig ist“, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

Gesundheit am Arbeitsplatz fördern

Rekordinvestitionen weist der Präventionsbericht auch im Bereich betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) aus. Die Ausgaben der Krankenkassen stiegen hier von rd. 76 Mio. Euro im Jahr 2015 auf rd. 147 Mio. Euro im Jahr 2016. In über 13.000 Betrieben konnten rd. 1,4 Mio. Versicherte direkt mit Maßnahmen angesprochen werden, die physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz verringern helfen. Durchschnittlich mehr als zwei Jahre unterstützen die Krankenkassen Unternehmen bei entsprechenden Aktivitäten. Ein besonderes Augenmerk lag im vergangenen Jahr darauf, vor allem mittlere und kleine Unternehmen zu erreichen. Netzwerke mit regelmäßigen Treffen und Erfahrungsaustauschen sind eine besonders geeignete Form, um sie für Fragen der betrieblichen Gesundheitsförderung zu sensibilisieren und zu motivieren. Erstmals macht der Präventionsbericht quantitative Angaben zu dieser besonderen Betreuungsform: Zusätzlich zur direkten Betreuung durch BGF-Berater erreichten die Krankenkassen knapp 14.000 Unternehmen durch überbetriebliche Netzwerke.

Demographie macht Prävention immer wichtiger

Die Teilnahmezahlen bei Kursangeboten, die sich an einzelne Versicherte wenden und sich mit Bewegungsförderung, Stressbewältigung, Ernährung und Raucherentwöhnung befassen, blieben 2016 mit rd. 1,7 Mio. auf Vorjahresniveau. Für diese individuellen Präventionsangebote gaben die Krankenkassen 211 Mio. Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr aus. „Die Daten der Krankenkassen, die seit 2002 in den Präventionsberichten ausgewertet werden, zeigen, dass das Engagement bei der Gesundheitsförderung erheblich zugenommen hat. Diese wichtige Aufgabe gewinnt auch mit Blick auf die demographische Entwicklung an Bedeutung. Neben den Individualangeboten kommt es darauf an, Menschen mit Präventionsangeboten in den verschiedenen Lebenswelten zu erreichen und zu fördern“, fasst Dr. Pick, Geschäftsführer des MDS, zusammen.

(Quelle: GKV-Spitzenverband, MDS: Gemeinsame Pressemitteilung, November 2017)

Prävention stärker in den Blick nehmen

Ist die Prävention das A und O der Aufrechterhaltung der Gesundheit? Für das BGM ist es ein zentraler Baustein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und vital zu halten. 


Prävention, so die BARMER, sollten auch bei pflegebedürftige Menschen stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Denn ohne geeignete Angebote zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation und zur Stärkung von Ressourcen und Fähigkeiten kann sich der Zustand pflegebedürftiger Menschen unnötig stark verschlechtern. Dieses Fazit haben rund 200 Fachleute aus Politik und Gesundheitswesen auf dem Kongress „Zukunft Prävention – Prävention in der Pflege. Luxus oder Notwendigkeit?“ gezogen. Die BARMER, der Kneipp-Bund e.V. und der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) führten die Tagung am 22. November in Berlin durch. Seit dem Jahr 2016 ist das Präventionsgesetz in Kraft, das mehr Prävention in den einzelnen Lebenswelten vorsieht, darunter auch in der stationären Pflege. „Das Präventionsgesetz unterstreicht, dass Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheit kein Exklusivthema für vergleichsweise junge und gesunde Menschen sein dürfen. Gerade bei pflegebedürftigen Menschen ist eine ganz gezielte Prävention wichtig. Denn trotz ihrer vorhandenen Beeinträchtigungen verfügen sie über Gesundheitspotenziale, die gefördert werden können und müssen“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandvorsitzender der BARMER.

 

Digitalisierung bringt Prävention in der Pflege voran

Insbesondere der demographische Wandel stellt den Pflegebereich vor immer größere Herausforderungen. „Im Sinne eines jeden Einzelnen wollen wir als Kranken- und Pflegekasse unseren Beitrag leisten, damit eine Pflegebedürftigkeit so spät wie möglich eintritt oder sie zumindest nicht vorschnell zunimmt. Die Digitalisierung bietet hier ein großes Potenzial für eine wirklich Innovative Prävention “, sagt Straub. Seit einem Jahr untersucht

die BARMER die präventiven und gesundheitsförderlichen Aspekte von therapeutischen Videospielen im Bereich Bewegung. Im Rahmen einer Pilotstudie in Hamburger und Berliner Pflegeeinrichtungen werden die Beweglichkeit, die mentale Leistungsfähigkeit und die sozialer Interaktion von Senioren gefördert. Die Videospielplattform, die sogenannte MemoreBox, wurde von Experten aus Wissenschaft, pflegerischer Praxis und Spielentwicklung konzipiert, um den Pflegealltag zu bereichern. „Die Digitalisierung kann die Prävention in der stationären Pflege voranbringen, wenn nicht sogar revolutionieren. Was wir nun brauchen, sind weitere, durchaus auch unkonventionelle Ideen für digitale Präventionsprojekte“, fordert Straub.

Kneipp-Bund fordert Paradigmenwechsel im Pflegebereich

„Das Thema Pflege ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft“, so der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek MdL. Umso wichtiger ist es, auch im Alter sinnvolle Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität und der gesundheitlichen Situation pflegebedürftiger Menschen umzusetzen. „Die Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Pflegekräfte, die Situation pflegender Angehöriger und auch die bürokratischen Rahmenbedingungen, es herrscht dringender Handlungsbedarf. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel im Pflegebereich!“ betonte Holetschek. „Prävention in der Pflege lohnt sich ohne jeden Zweifel. Nicht erst durch unsere Kneipp-Pflegestudie wissen wir, Anwendungen sind immer auch Zuwendungen“, so Holetschek weiter.

In diesem Kontext seien die „Vom Kneipp-Bund e.V. anerkannten Senioreneinrichtungen“ ein Erfolgsmodell. Das Konzept „Kneipp in der Pflege“ könne niedrigschwellig in den Alltag implementiert werden, mit einer relativ einfachen Handhabe, aber in einer wirkungsvollen Weise. Es müsse künftig auch darum gehen, die Grundbedürfnisse einer menschenwürdigen Pflege besser zu berücksichtigen. „Wenn Pflegende gern zur Arbeit gehen, wirkt sich das auch positiv auf das zwischenmenschliche Verhältnis zu den Bewohnern aus. Unsere Studie hat unter anderem aufgezeigt, dass sich mit Kneipp das persönliche Wohlbefinden und damit die Lebensqualität verbessern lässt, und zwar für Pflegekräfte und Pflegebedürftige gleichermaßen“, unterstrich Holetschek. Der Kneipp-Bund stellt daher hohe Erwartungen an die künftige Bundesregierung und drängt darauf, bewährte Konzepte für die Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege zukünftig stärker zu fördern und in ihrer Umsetzung zu unterstützen.

Gute Pflege ist Prävention

„Die Bedeutung der professionellen Pflege für die Prävention wird im gesundheitspolitischen Diskurs weitgehend unterschätzt. Gute Pflege beginnt am Lebensanfang und ist schon für den Säugling Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Körper, Seele und Geist. Auch das Alter braucht professionelle und vorbeugende Pflege. Stürze, Mangel- oder Fehlernährung, Bewegungsmangel oder fehlende Sozialkontakte sind zentrale Risikofaktoren für Gesundheit und Lebensqualität. Prävention und Pflege helfen, Krankenhauseinweisungen zu vermeiden, Behandlungserfolge zu sichern und Lebensstiländerungen nachhaltig zu unterstützen. Was wir dafür brauchen, sind die Aufhebung der Sektoren-Trennung, Mindeststandards bei der Personalausstattung und mehr Pflegeforschung. Sonst bleibt Pflegebedürftigkeit ein für die Betroffenen leidvolles und für die Gesellschaft teures Gesundheitsrisiko. Dagegen macht sich die Anthroposophische Pflege stark“, kommentiert Rolf Heine, Vorstandsmitglied Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD).

(Quelle: BARMER, Pressemeldung November 2017)

Studien-Ergebnis zur Erhaltung der Gesundheit

Je stärker junge Menschen einem Gesundheitsideal nacheifern, desto gestresster fühlen sie sich. Einfache Tätigkeiten in Haus und Garten haben hingegen oft eine größere entspannende Wirkung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die die BARMER beim Rheingold-Institut in Auftrag gegeben hat. Die BARMER wollte wissen, welche Lebensrezepte zur Gesunderhaltung der Menschen beitragen. „Unbewusst machen wir vieles richtig, wenn es um unsere Gesundheit geht. Alltägliche, manchmal auch schräge Gewohnheiten haben oft eine selbstheilende Wirkung“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

 

Das genussvolle Eintauchen in Lieblingsbeschäftigungen

Zu den effektivsten, aber gleichzeitig zu den am wenigsten bewussten Strategien zur Gesunderhaltung gehören ganz normale Dinge des Alltags. So empfinden 44 Prozent der Deutschen Haushaltstätigkeiten als erholsam. Über alle Altersgruppen hinweg sind sich 39 Prozent einig, dass sie beim Kochen am besten abschalten können. Gartenarbeit gilt bei 29 Prozent der Deutschen als entspannend und nimmt mit zunehmendem Alter einen höheren Stellenwert ein. „Beim Graben in der Erde oder beim Beseitigen von Wildwuchs wird eben auch viel emotionales Unkraut gejätet“, sagt Straub. Ein zentrales Ergebnis der Studie sei, dass das genussvolle Eintauchen in Lieblingsbeschäftigungen enorm zur individuellen Gesunderhaltung beiträgt.

Zu starker Drang nach Gesundheit löst Stress aus

73 Prozent der Deutschen richten ihren Alltag danach aus, gesund zu leben. 83 Prozent verzichten bewusst auf Ungesundes, 65 Prozent geben an, täglich zu trainieren. Vor allem Frauen und Menschen zwischen 18 und 35 Jahren ordnen sich dabei Gesundheitsidealen unter. „Wer allen Gesundheitstrends folgt, der hechelt bald nur noch Idealen hinterher, die kein Mensch erfüllen kann“, bilanziert Straub. Das größte Maß an Wohlbefinden stelle die Studie bei jenen fest, die Bewegung mit Spaß kombinieren. Für die „Lebensrezepte-Studie“ führte das Rheingold-Institut eine Gruppendiskussion, 50 Tiefeninterviews und eine Onlinebefragung unter 1.050 Personen durch.

(Quelle: BARMER, Pressemeldung vom November 2017)

Für Ärztinnen und Ärzte: das "BK-Info"-Portal als neues Web-Tool

Könnte es sich bei der Erkrankung eines Patienten auch um eine Berufskrankheit handeln? Diese Frage können Ärztinnen und Ärzte jetzt mit Hilfe eines neuen digitalen Nachschlagwerks der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) einfach überprüfen. Das "BK-Info"-Portal hält nicht nur umfassende Informationen rund um das Thema Berufskrankheit bereit. Eine Suchfunktion ermöglicht es, anhand des ICD-10-Schlüssels schnell zu recherchieren, welche Berufskrankheiten (BK) für die jeweilige Diagnose in Betracht kommen. Ärztinnen und Ärzte können somit vereinfacht herausfinden, ob ein Verdacht auf eine BK vorliegt oder nicht.

 

Ärztinnen und Ärzte haben nach § 202 des SGB VII die Pflicht, den begründeten Verdacht auf eine BK mitzuteilen. Die Unfallversicherungsträger sollen jede Krankheit überprüfen können, bei der ein solcher Verdacht besteht. Bislang standen dafür als Hilfestellung die Merkblätter des Ärztlichen Sachverständigenbeirats Berufskrankheiten der Bundesregierung (ÄSVB) zur Verfügung. Dieser wird aber selbst keine neuen Merkblätter mehr erstellen und auch den Bestand nicht weiter aktualisieren. Deswegen hat die Bundesregierung die DGUV beauftragt, ein entsprechendes Tool zu erarbeiten.

 

"Durch das BK-Info Portal erleichtern wir nun den medizinischen Fachkräften, die Verdachtsanzeige einer Berufskrankheit zu erstellen. Mit nur wenigen Clicks liegen alle notwendigen Informationen vor. Der begründete Verdacht kann somit ohne großen Aufwand an die Unfallversicherungsträger weitergeleitet werden", erklärt Fred-Dieter Zagrodnik, Referent für Berufskrankheiten der DGUV.

 

Neben allgemeinen Informationen über BKen und die Verdachtsanzeige bietet das Portal auch spezifische Informationen für verschiedene medizinische Fachgebiete an. "Das Herzstück der Seite ist allerdings die Suchfunktion. Gibt der behandelnde Arzt dort den Diagnoseschlüssel ein, erhält er gleich zwei Hilfestellungen: Zum einen erfährt er, mit welcher Berufskrankheit die Diagnose in Verbindung stehen könnte. Zum anderen gibt es Leitfragen, anhand derer sich im Gespräch mit dem Patienten oder der Patientin schnell feststellen lässt, ob der- oder diejenige einem Gefahrstoff oder einer schädigenden Einwirkung bei der Arbeit ausgesetzt war."

 

Die frühzeitige Anzeige eines ärztlich begründeten Verdachts auf das Vorliegen einer BK liegt vor allem im Interesse der versicherten Person. Je früher der Unfallversicherungsträger von einem solchen Verdacht erfährt, desto eher kann geprüft werden, ob und in welchem Umfang Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung besteht. Außerdem können dann auch schon in frühen Erkrankungsstadien präventive Maßnahmen ergriffen werden.

 

Das Portal wird in mehreren Schritten ausgebaut. Zurzeit sind bereits alle Diagnoseschlüssel des ICD-10 Codes hinterlegt. Informationen dazu, welche dieser Diagnosen im Einzelnen nach welchen Einwirkungen eine BK sein können, liegen jedoch derzeit nur für die Muskel-Skelett-Erkrankungen vor. Alle anderen Erkrankungen werden im Laufe des nächsten Jahres hinzugeschaltet. "Für die Übergangszeit haben wir sogenannte Platzhalter-Seiten hinterlegt, die wir nach und nach mit den relevanten Informationen füllen werden. In Zukunft werden wir diese Seiten entsprechend dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis und in Abstimmung mit den Fachleuten des ÄSVB überarbeiten", so BK-Experte Zagrodnik.

 

(Quelle: DGUV, Pressemeldung von November 2017)

Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle im ersten Halbjahr gestiegen

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle hat im ersten Halbjahr 2017 entgegen dem Trend zugenommen. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Mitte Oktober in Berlin veröffentlicht hat. Danach verloren in den ersten sechs Monaten des Jahres 223 Menschen durch einen Arbeitsunfall das Leben. Im Vorjahreszeitraum waren es 198. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle blieb dagegen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 weitgehend stabil. Sie lag bei 433.037 Unfällen und damit 1.566 Unfälle niedriger als in den ersten beiden Quartalen 2016. Die Zahl der neuen Unfallrenten ging um 227 auf 6.654 zurück.

"Auch wenn wir es im langjährigen Vergleich mit niedrigen Unfallzahlen zu tun haben, kann uns diese Situation nicht zufriedenstellen", erklärt DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. Gerade mit Blick auf die tödlichen Arbeitsunfälle dürfe es keinen Stillstand geben. "Jeder dieser Unfälle ist einer zu viel." Mit einer neuen Kampagne wollen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen daher den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in den Fokus rücken. 

 

(Quelle: DGUV, Pressemeldung von Oktober 2017)

Literaturtipp: Orts- und zeitflexibles Arbeiten - Gesundheitliche Chancen und Risiken

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat in ihrem vorliegenden Bericht den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur gesundheitlichen Bedeutung orts- und zeitflexibler Arbeitsformen zusammengefasst.

 

Auf der Basis der Ergebnisse wissenschaftlicher Studien kann generell davon ausgegangen werden, dass sowohl das ortsflexible als auch das zeitflexible Arbeiten als Belastungsfaktoren wirken und mit negativen Beanspruchungsfolgen einhergehen können.

 

Mobilität erfordert einen zusätzlichen Aufwand, der in der Regel sowohl mit Organisationsaufwand als auch mit zusätzlicher Bindung von Zeit und damit verbunden mit reduzierter Ruhezeit einhergeht. Die Ergebnisse zeigen, dass Mobilitätsanforderungen zusätzliche zur Arbeitstätigkeit bestehende Belastungsfaktoren darstellen. Um die Belastungen gering zu halten, sollten die Rahmenbedingungen der Mobilität möglichst positiv gestaltet und die Intensität möglichst gering gehalten werden.

 

Positive Rahmenbedingungen sind z. B. größtmögliche Vorhersehbarkeit, Beeinflussbarkeit und Kontrollierbarkeit durch Partizipation und die Gewährung von Entscheidungs- und Zeitspielräumen. Ungünstig wirkt sich dagegen hohe Arbeitsintensität bzw. hoher Leistungsdruck aus. Eine Ausdehnung der Arbeitszeit über 8 und insbesondere 10 Stunden hinaus geht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und sicherheitsbezogenen Risiken einher und kann, tätigkeitsabhängig und insbesondere bei intensiven Arbeitsbelastungen, die Leistungsfähigkeit einschränken. Die durch die Arbeitszeit bestimmte Dauer der Exposition muss demzufolge begrenzt sein. Was die Zeitflexibilität betrifft, so stellt Zeitautonomie durchaus eine positive Ressource dar. Wissenschaftliche Studien belegen allerdings auch, dass unabhängig von den Rahmenbedingungen und der Motivlage von Beschäftigten eine Belastungsgrenze existiert, deren Überschreitung zu gesundheitlichen und sicherheitsbezogenen Risiken führen kann.

 

Von der Arbeit abschalten zu können, wirkt sich sowohl positiv auf die Gesundheit als auch auf die Work-Life-Balance aus. Arbeitsbezogene Unterbrechungen der Ruhezeiten stören diesen Prozess. Dazu zählt auch die Erreichbarkeit für betriebliche Belange in der Freizeit. Arbeitszeiten sollten somit, um mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Befinden zu reduzieren, gut planbar und vorhersehbar sein und einen größtmöglichen Einfluss der Beschäftigten auf die Gestaltung erlauben. Ungeplante Flexibilität führt häufig zu konfligierenden Interessen mit dem Privatleben. Die arbeitsbezogene Inanspruchnahme während der Freizeit verhindert eine effiziente Erholung und sollte demzufolge reglementiert sein. Sowohl für die orts- als auch für die zeitflexible Arbeitsgestaltung gilt, dass neben der Vorhersehbarkeit und Planbarkeit die Einflussnahme auf die Gestaltung positive Wirkungen auf die Belastungsentstehung und -verarbeitung haben.

 

Weitere Informationen

B. Beermann, M. Amlinger-Chatterjee, F. Brenscheidt, S. Gerstenberg, M. Niehaus, A. M. Wöhrmann:

Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Gesundheitliche Chancen und Risiken. 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2017. 

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Ergebnis der aktuellen Umfrage - Auftakt zur Präventionskampagne kommmitmensch

Rund die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sieht bei der Sicherheit und Gesundheit in ihrem Betrieb Verbesserungspotenzial. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zum Auftakt ihrer neuen Präventionskampagne kommmitmensch. Befragt zu den Themen innerbetriebliche Kommunikation, Beteiligung, Betriebsklima, Fehlerkultur, Führung sowie Sicherheit und Gesundheit, bewertete nur jeder Fünfte die Situation im Unternehmen überaus positiv. Rund die Hälfte war hingegen eher unzufrieden mit den Informationen und Angeboten zu Sicherheit und Gesundheit. Vor allem von den Führungskräften wünschten sich die Beschäftigten mehr Aufmerksamkeit für das Thema.

Die neue Kampagne kommmitmensch will deshalb sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte ins Boot holen, um zu zeigen: Sicherheit und Gesundheit sind wertvolle Ressourcen für Unternehmen und Beschäftigte. "Ein Unternehmen, das dafür sorgt, dass seine Beschäftigten keinen körperlichen und psychischen Gefahren ausgesetzt sind, trägt dazu bei, dass sich weniger Unfälle ereignen und Beschäftigte seltener krankheitsbedingt ausfallen", so Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen (DGUV). "Dadurch steigen Qualität und Attraktivität der Unternehmen und sie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig binden."

Einer der Anlässe für die Kampagne ist, dass die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren nicht mehr so deutlich wie vorher gesunken sind. "Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, immer näher zu kommen, brauchen wir einen ganzheitlichen Präventionsansatz", erklärt Eichendorf. "Hinzu kommt, dass die Art, wie wir arbeiten und leben, sich tiefgreifend wandelt. Wir müssen deshalb mögliche Risiken in den Blick nehmen, bevor sie in der betrieblichen Praxis ankommen. Der Schlüssel ist eine Unternehmenskultur, in der Sicherheit und Gesundheit bei allen Entscheidungen mitgedacht werden - kurz eine Präventionskultur."

So lenkt die Kampagne den Blick darauf, welchen Stellenwert Sicherheit und Gesundheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen genießen. Zugleich zeigt sie, wo die Stellschrauben für eine gute Präventionskultur liegen - in den Handlungsfeldern Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Betriebsklima, Sicherheit und Gesundheit. kommmitmensch unterstützt Unternehmen und Beschäftigte dabei, die zentralen Handlungsfelder in ihrem Betrieb zu entdecken und dort anzusetzen.

Weitere Informationen

zur Kampagne kommmitmensch sicher - gesund - miteinander

(Quelle: Pressemitteilung der DGUV vom 18. Oktober 2017)

Gesundheitliche Chancengleichheit im Betrieb - und wie sie gelingen kann: Der iga Report 35

Sind Polizisten auf Streife stärker gefährdet als Polizistinnen? Passt die Sicherheitsbekleidung im Betrieb Männern und Frauen? Ist die Mitarbeiterin aus der Buchhaltung krank, weil es zu sexuellen Belästigungen kam? Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz haben vielfach auch eine geschlechtliche Dimension. Eine wissenschaftliche Publikation der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt, wie Unternehmen systematisch ungleiche Gesundheitschancen von männlichen und weiblichen Mitarbeitern erkennen und etwaige Defizite beheben können.

Der iga.Report 35 "Gesundheitliche Chancengleichheit im Betrieb: Schwerpunkt Gender" stellt zentrale Leitlinien für ein geschlechtergerechtes und gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld vor - vom Abbau von Stereotypen (wie z. B. "Kinderbetreuung ist Frauensache") bis zur Herstellung von Chancengleichheiten von Männern und Frauen. Es wird aufgezeigt, wie Prävention und Gesundheitsförderung im Arbeitsumfeld mit dem "Gender-Blick" betrachtet, gesundheitliche Gefährdungen erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Dabei geht es unter anderem darum, wie Belastungen und der Zugang zu "Ressourcen" in Beruf und Familie - wie z. B. die freie Arbeitszeitgestaltung und Erholungsmöglichkeiten - bei den Geschlechtern verteilt sind. Der Report enthält zahlreiche Praxiswerkzeuge, darunter einen Fragebogen zum Thema "Gender und psychische Belastungen", Analyse-Tools sowie Tipps zur gendersensiblen Sprache.

Die Anwendung der vorgestellten Maßnahmen und Werkzeuge kann Unternehmen viele Vorteile bringen: von der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben oder firmeneigener ethischer Ansprüche bis hin zu einem ökonomischen Nutzen, z. B. durch die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber.

Weitere Informationen 

iga.Report 35 "Gesundheitliche Chancengleichheit im Betrieb: Schwerpunkt Gender"

(Quelle: DGUV, Pressemitteilung vom 18. September 2017)

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„Wertewelten Arbeiten 4.0” des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)

Das BMAS untersucht seit 2013 bereits den Demographischer Wandel, Digitalisierung und Diversity und veröffentlichte bereits Ergebnisse. Was macht für die Menschen in Deutschland eine gute Arbeitswelt aus? Welche Potenziale, welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen sehen sie heute und für die Zukunft?

 

Diese Fragen untersuchte die Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0” des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Gestützt auf über 1.000 repräsentative Tiefeninterviews liefert sie qualitative und quantitative Aussagen darüber, wie die Menschen in Deutschland ihre aktuelle Arbeitssituation wahrnehmen und in welcher Arbeitswelt sie morgen leben möchten. Auf dieser Studie bauen das BMAS auf und will wissen, wie die unterschiedlichen Generationen die Chancen und Herausforderungen der rasanten Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt sehen und bewerten. Dabei interessiert uns der Blick der Generationen auf einander, aber auch die Einordnung der eigenen Kompetenzen für eine sich wandelnde Arbeitswelt.


Die Befragung dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Die Nutzung des Tools erfolgt anonym. Andere Teilnehmer erfahren Ihre Antworten und Ihr Ergebnis nicht.

 

Weitere Informationen

An der Online-Studie teilnehmen

Studie "Wertewelten Arbeiten 4.0"

 

Bis zum 8 September bewerben! Deutscher BGM-Förderpreis 2017

Deutscher BGM-Förderpreis 2017 würdigt kreative Maßnahmen - jetzt noch schnell bewerben! 

 

Der Deutsche BGM-Förderpreis wird an Unternehmen verliehen, die sich mit innovativen Projekten für die Durchsetzung kreativer Maßnahmen und eines nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) einsetzen.

 

Dieses Jahr wird der Preis Projekte mit dem Schwerpunkt „BGM und die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt“ auszeichnen. Bewerben können sich Unternehmen, lokale Netzwerk im BGM oder Dienstleister mit einem konkreten Praxisvorhaben.

 

Die DAK-Gesundheit und die Kommunikationsberatung MCC schreiben den Preis bereits zum dritten Mal aus. Bewerbungsschluss ist der 8. September 2017. Der Preis wird im Rahmen des Kongresses Betriebliches Gesundheitsmanagement am 26. Oktober 2017 in Düsseldorf verliehen.

Weitere Infos hier

BARMER startet kommunale Präventionskampagne

Die BARMER möchte ab sofort noch gezielter Menschen zu mehr Bewegung und damit einem gesünderen Lebensstil animieren als bisher. Dazu hat sie ihre bundesweite Initiative „Deutschland bewegt sich“ zu einer kommunalen Präventionskampagne weiterentwickelt und als Botschafterinnen die aktuellen Weltmeisterinnen und Olympiasiegerinnen im Beachvolleyball, Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, gewonnen. „Mit ‚Deutschland bewegt sich! – kommunal‘ möchten wir die Bürger zu einem gesundheitsfördernden Verhalten motivieren und unterstützen Städte und Gemeinden auf ihrem Weg zur bewegten Kommune. Denkbar sind etwa kombinierte Sport- und Betreuungsangebote, so dass eine Mutter Sport machen kann, während ihr Kind versorgt ist“, sagt Jürgen Rothmaier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei der BARMER.

Kampagne soll rund drei Millionen Menschen erreichen

Bis zum Jahr 2022 will die BARMER mit „Deutschland bewegt sich! – kommunal“ rund drei Millionen Menschen in 30 Städten und Kommunen zwischen 50.000 und 200.000 Einwohnern erreichen. „Die Kampagne ‚DBS! – kommunal‘ schafft optimale Voraussetzungen, damit jeder Einzelne mehr für seine Gesundheit aktiv sein kann. Dies unterstützen wir gerne“, sagt Ludwig. „Die Kampagne fördert die gesundheitliche Chancengleichheit. Sie kann Bürger zu mehr Bewegung animieren, die bislang nur schwer erreichbar waren“, ergänzt Walkenhorst.

Sowohl die Bürger als auch die Kommune profitieren

„,Deutschland bewegt sich! – kommunal‘ kommt nicht nur den Bürgern zugute, sie nützt auch der teilnehmenden Stadt. Eine bewegungsfreundliche Kommune steigert ihr Image und verbessert die Gesundheitsstrukturen vor Ort“, sagt Rothmaier. Städte, die ab dem kommenden Jahr an „DBS! – kommunal“ teilnehmen wollen, können sich dafür registrieren unter kommunal@deutschland-bewegt-sich.de.

(Quelle: BARMER, Pressemitteilung vom 22. August 2017)

Veranstaltunghinweis

16. Europäische Gesundheitskongress München am 12.-13.10.2017

Der diesjährige Europäische Gesundheitskongress in München richtet seine Diskussionen und Vorträge auf die Gerechtigkeitsfrage und die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems. Neben dem Bereich des BGM geht es um Themen aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Krankenhaus, Krankenversicherung, Gesundheitsversorgung und der innovativen Notfallmedizin.

 

 

BKK DACHVERBAND UND DEGEMED VEREINBAREN KOOPERATION BEIM PROJEKT BGM-INNOVATIV

Betriebskrankenkassen und Reha-Einrichtungen arbeiten bei Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM), Prävention, Rehabilitation und Eingliederung von Arbeitnehmern künftig zusammen.

 

Dazu vereinbarten der BKK Dachverband (BKK DV) und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) in Berlin die Kooperation im Projekt BGM-innovativ.

 

Der beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelte Innovationsfonds fördert das Projekt bis 2020 finanziell.
Von dem Projekt profitieren Arbeitnehmer mit Beschwerden im Muskel-Skelett-Bereich. Deren Beschwerden werden oft chronisch und führen zu längeren Fehlzeiten. In manchen Fällen droht sogar das berufliche Aus. Neu an dem Projekt ist: Fallmanager der teilnehmenden Betriebskrankenkassen organisieren und koordinieren individuell die Versorgung mit Präventions- und Rehabilitationsleistungen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit Betriebsärzten und den Trägern der Deutschen Rentenversicherung. 
Reha-Einrichtungen können jederzeit der Rahmenvereinbarung beitreten und so am Projekt teilnehmen. Sie führen für die BKK-Versicherten Assessments, Trainingsmaßnahmen oder Reha-Leistungen durch. Der Aufbau ist modular und orientiert sich am konkreten Bedarf der Versicherten. Das Projekt läuft vier Jahre und wird wissenschaftlich begleitet. 
Die jetzt zustande gekommene Rahmenvereinbarung von BKK DV und DEGEMED regelt die Leistungsmodule, die strukturellen Voraussetzungen, den Zugang, die Vergütung und weitere Details der Zusammenarbeit für die Reha-Einrichtungen.

„BGM-innovativ überwindet das Problem, dass den Betroffenen heute meist zu spät, zu unspezifisch und wenig nachhaltig geholfen wird. Dies ändert sich jetzt. Wir leiten in enger Zusammenarbeit von BKK-Fallmanagern und Betriebsärzten die optimale arbeitsplatzbezogene und individuell zugeschnittene Versorgung ein. Außerdem handeln wir sozialversicherungsübergreifend in intensiver Kooperation mit den Rentenversicherungsträgern. Dies ermöglicht eine zügige Inanspruchnahme der notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen. Der wesentliche Vorteil für die Versicherten ist, dass durch die BKK-Fallmanagement die Versicherten intensiv bei der Inanspruchnahme und Durchführung des Projektes betreut werden“, erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Deutlich wird in diesem Projekt die Stärke der Betriebskrankenkassen, die Förderung und Verbesserung der Gesundheit im Setting Betrieb“, so Knieps weiter.

„Der Fachkräftemangel ist ein riesiges Thema in allen Branchen. Wir müssen viel früher Lösungen für Beschäftigte anbieten, wenn erste gesundheitliche Probleme auftreten. Dafür brauchen wir kluges Fallmanagement und betriebsnahe Lösungen. Reha-Einrichtungen sind dafür die richtigen Partner. Mit dem Projekt BGM-innovativ sind die Betriebskrankenkassen auf dem richtigen Weg.“ zeigt sich die Vorsitzende der DEGEMED Dr. Constanze Schaal überzeugt.

Weitere Informationen 

Die DEGEMED setzt sich seit 1997 als indikationsübergreifender Spitzenverband und als Fachgesellschaft für die konsequente Weiterentwicklung der qualitätsorientierten medizinischen Rehabilitation ein. Sie vertritt dabei stationäre Reha-Kliniken und ambulante Reha-Zentren aller Indikationen mit öffentlichem, privatem und frei-gemeinnützigem Hintergrund.
(Quelle: BKK Dachverband, Pressemitteilung vom 6. Juni 2017)

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Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt der BARMER und Universität St. Gallen

Berlin/Bonn, 24. Juli 2017 - Die Digitalisierung wirkt sich immer mehr auf die Gesundheit von Menschen aus. Forscher der Universität St. Gallen untersuchten im Auftrag der BARMER und der Telekom, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert hat. In der Studie wurden Risikofaktoren in Bezug auf die körperliche und seelische Gesundheit deutlich.

Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER, fordert Unternehmen deshalb auf, den Einfluss auf die Gesundheit nicht zu unterschätzen. „Die Digitalisierung soll den Menschen das Leben erleichtern, erreicht mitunter aber genau das Gegenteil und kann sogar krank machen. Betriebe profitieren davon, diese gesundheitlichen Risiken zu minimieren. Daher gehört ein konkretes Programm zum Gesundheitsmanagement in jedem Unternehmen weit oben auf die Agenda“, so Straub. Die Studienergebnisse sind deshalb Grundlage für ein gemeinsames Projekt zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), das BARMER und Telekom in den nächsten drei Jahren realisieren wollen. Beide Partner wollen in der zunehmend digital geprägten Arbeitswelt in Sachen Prävention Vorreiter sein und entsprechende BGM-Maßnahmen entwickeln.

Gesundheit als Führungsaufgabe

„Gesundheit hat bei der Telekom einen hohen Stellenwert und ist zudem Führungsaufgabe. Wir sind stolz auf unsere vielen, von den Kollegen gern genutzten Angebote“, sagt Dietmar Welslau, zuständig für HR Management im Konzern Deutsche Telekom. „Wir wollen nun die unter anderem in der Studie ermittelten aktuellen Herausforderungen angehen. Mit unseren Produkten, Services und Technologien gestalten wir die Digitalisierung, auch im Bereich Telemedizin. Wir freuen uns darauf, unsere Expertise nun zusammen mit der BARMER verstärkt im betrieblichen Gesundheitsmanagement einzubringen.“

In dem gemeinsamen Projekt sollen weitere wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, wie Digitalisierung in der Personalführung genutzt werden kann. Die Ergebnisse sollen dafür genutzt werden, neue Instrumente in der Personalführung zu entwickeln. Dabei stehen Führungskräfte besonders im Fokus: Einerseits trägt das Führungsverhalten entscheidend zum Erfolg der Digitalisierung bei. Andererseits tragen Führungskräfte damit auch eine besondere Verantwortung, für die sie Unterstützung benötigen. Die Mitarbeiter der Telekom (in Deutschland) werden im Rahmen des Projekts aktiv beteiligt, indem sie Studienteilnehmer stellen oder Pilotprojekte testen.

Prof. Dr. Stephan Böhm von der Universität St. Gallen und Prof. Holger Pfaff von der Universität Köln werden das Projekt wissenschaftlich begleiten. 

Ergebnisse der Studie mit rund 8.000 Teilnehmenden zeigen:

  • die Digitalisierung ist in der Arbeitswelt und den Erwerbstätigen angekommen
  • Negative Folgen der Digitalisierung sind laut den Befragten Einschlafschwierigkeiten, Kopf- und Rückenschmerzen oder das Gefühl des Ausgebranntseins
  • Positiv schätzen die Befragten flexible Arbeitszeiten, sportliche Aktivitäten und eine gute Beziehung zu Führungskräften ein

Weitere Informationen 

Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt 
(Quelle: BARMER, Pressemitteilung vom 24. Juli 2017)

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